„ Seit dem 22. April 2015 ist das novellierte Energie-Dienstleistungs-Gesetz (EDL-G) in Kraft. Es enthält unmittelbare Handlungsverpflichtungen für schätzungsweise mehr als 50.000 Unternehmen in Deutschland. Alle Unternehmen, die nach dem Begriff der Europäischen Kommission als sogenannte Nicht-KMU eingeordnet werden, sind grundsätzlich verpflichtet, bis zum 5. Dezember 2015 ein Energieaudit durchzuführen. Mindestvorgabe für die Erfüllung der Umsetzungsverpflichtung ist ein Energieaudit mit den Inhalten nach DIN EN 16247 – 1inkl. Gebäude, Prozesse und Logistik. Die Energieaudits sind im Zeitabstand von 4 Jahren zu wiederholen.
Eine Freistellung von dieser kurzfristigen Umsetzungsverpflichtung gilt für betroffene Unternehmen, die mit der Implementierung von höherwertigen Managementsystemen, beispielsweise DIN EN ISO 50001, begonnen haben bzw. dies kurzfristig einführen. Hierfür ist die Frist auf den 31.12.2016 festgesetzt.
Der Begriff des Nicht-KMU ist durch Verweis auf eine Empfehlung der Europäischen Kommission gesetzlich definiert. Als Nicht-KMU gilt ein Unternehmen, das folgende Bemessungswerte aufweist:
• Beschäftigung von mehr als 250 Personen oder
• Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro und mehr als 43 Millionen Euro Jahresbilanzsumme
Folgende weitergehende Regelungen können auch eintreten:
• Auch Unternehmen die die KMU Kriterien selbst erfüllen, können durch Unternehmensbeteiligungen von 25% und mehr als verbundenes Unternehmen gelten und damit den KMU Status verlieren.
Die Implementierung von DIN EN ISO 50001 bietet im Bereich Nachhaltigkeit gegenüber der Durchführung